Bewegung für alle Altersgruppen: der Mehrgenerationenpark

15. Dezember 2020

Viele kennen das Mehrgenerationenhaus. Aber haben Sie schon einmal von einem Mehrgenerationenpark gehört? Was ist das eigentlich? Ist nicht jeder Park für alle Altersgruppen geöffnet? Das stimmt natürlich. Doch ein Mehrgenerationenpark ist extra dafür konzipiert, dass sowohl Kinder als auch Jugendliche und vor allem ältere Erwachsene dort öffentliche Angebote nutzen können – gleichermaßen!

Inhaltsverzeichnis

Voraussetzung für einen solchen Park ist, dass jedermann ihn auch erreichen kann. Das gilt sowohl für die Lage des Parks, als auch für das Thema Barrierefreiheit. Vor allem Kinder und Senioren sollten sich problemlos in der Anlage aufhalten können. Deshalb sollten ausreichend Orientierungsmöglichkeiten und Sicherheit gegeben sein.

Für Kinder mit einer körperlichen Einschränkung ist nicht nur die Erreichbarkeit wichtig. Auch die Spielgeräte sollten für sie zugänglich sein. Mehr dazu lesen Sie in unserem Blogbeitrag „Barrierefreie Spielgeräte: Inklusion auf dem Spielplatz“.

Warum ein Mehrgenerationenpark?

Was macht eine Gemeinde attraktiv? Nach welchen Kriterien ziehen neue Menschen in ein neues Umfeld? Lesen Sie dazu auch den ausführlichen Blogbeitrag zum Thema „Öffentliche Spielanlagen als Teil des Stadtmarketings“.
Einige Punkte sind bei einem Umzug natürlich sehr individuell. Doch oftmals wünschen sich Haus- oder Wohnungssuchende Ähnliches. Junge Familien beispielsweise wollen Freizeitbeschäftigung – gerne an der frischen Luft. Aber auch ältere Erwachsene wünschen sich Möglichkeiten, um Ihre freie Zeit draußen zu verbringen.

Mit einem Mehrgenerationenpark werden Generationen zusammengeführt und dabei ganz nebenbei die geistige und körperliche Gesundheit – ohne Altersbeschränkung – gefördert. Damit ist das Konzept eine ideale Ergänzung für jede Gemeinde.

Wie sieht ein Mehrgenerationenpark aus?

Wie ein Mehrgenerationenpark ausgestattet ist, kann ganz unterschiedlich ausfallen. Einige Themen sind jedoch immer vertreten: Begegnung, Kommunikation, Bewegung und Ruhe. Diese Motive sind durch verschiedenste Möglichkeiten repräsentiert zum Beispiel:

  • Sonnenterrasse zum Relaxen und Sonne genießen
  • Freifläche zum Spielen und Toben
  • Waldflächen für Spaziergänge
  • Sportfelder wie zum Beispiel ein Beachvolleyballfeld
  • Spielplätze mit vielen spannenden Spielgeräten
  • Spielfelder wie zum Beispiel ein XXL Schachfeld oder Boule-Feld
  • Bewegungsstationen
  • Bänke und Sitzmöglichkeiten zum Ausruhen
  • Gastronomieangebote mit Außenterrasse

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, die verschiedenen Geräte in Bereiche einzuteilen.

  • Kleinkindbereich (Alter 0-3 Jahre)
  • Kinderbereich (Alter 3-12 Jahre
  • Jugendbereich (Alter 10-20 Jahre)
  • Aktivparcours (Alter 0-99 Jahre)
  • Gemeinschaftsbereich

Hierbei kommt wieder die Besonderheit des Mehrgenerationenparks zum Vorschein. Auf der einen Seite gibt es Bereiche, die nur auf bestimmte Altersgruppen ausgelegt sind. Auf der anderen Seite gibt es aber genauso Bereiche, die keinerlei Altersbeschränkung haben und für die Begegnung und den Austausch unter den verschiedenen Generationen ausgelegt sind.  

Die verschiedenen Bereiche im Mehrgenerationenpark

Kleinkindbereich

Der Kleinkindbereich ermöglicht es, dass die jüngsten Kinder mit Gleichaltrigen spielen und ergonomisch angepasste Geräte benutzen können. Die Spielfläche sollte eingegrenzt sein, um die Betreuung und Aufsicht der Kinder zu erleichtern. Strategisch platzierte Pflanzen oder Pavillons schützen die Kleinen vor zu starker Sonnenstrahlung oder Kaltluft.

Kindbereich

In diesem Bereich gibt es spannende Spielmöglichkeiten mit hohem Aufforderungscharakter so wie große Flächen für freie Spielideen und thematische Spiellandschaften. Auch hier werden Sonneneinstrahlung, Lärm, Wind oder Kaltluft durch die richtigen Pflanzen bzw. Hügelmodellierung vermieden.

Jugendbereich

Ziel des Jugendbereichs ist es, die Entwicklung und Sozialisation von Teenagern zu fördern. Mit Gemeinschafts- und Wettkampfspielen können sich die Jugendlichen hier miteinander messen. Das Spielen miteinander fördert das Gemeinschaftsgefühl und die Integration. Ausreichend Sitzgelegenheiten für Unterhaltungen und Pausen sind ebenfalls wichtig.

Aktivparcours

Der Aktivparcours richtet sich an alle Generationen. Hier können sich sämtliche Altersgruppen bewegen – unabhängig von ihrer körperlichen Verfassung. Die Geräte fördern durch schonende Abläufe Koordination, Balancegefühl, Beweglichkeit und Motorik. Die Übungen können alleine oder zu zweit ausgeführt werden – somit werden neue Begegnungen ermöglicht. Neben den Geräten gibt es auch hier genügend Ruhepunkte mit Sitzmöglichkeiten.

Gemeinschaftsbereich

Der Gemeinschaftsbereich ist ein zentraler Anlaufpunkt für alle Besucher. Dadurch wird die Möglichkeit für die verschiedenen Altersgruppen geschaffen, sich in ungezwungener Atmosphäre zu treffen. Durch ein gastronomisches Angebot und entsprechender Bepflanzung kann sogar ein Biergartenflair entstehen.

Besonders im urbanen Raum dürfen Parks nicht fehlen, da sie einen hervorragenden Ausgleich zum stressigen Alltag bieten. Mehr zum Thema „Nachhaltige Stadtplanung – Stadträume zum Spielen, Bewegen und Begegnen“ erfahren Sie im passenden Blogbeitrag.

Eine Übersicht zu verschiedenen Spielgeräten finden Sie auf unserer Webseite.

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