Nachhaltige Stadtplanung – Stadträume zum Spielen, Bewegen und Begegnen.

15. November 2018

Digitalisierung und bessere Infrastrukturen machen unser Leben zwar bequemer, allerdings hat die gesellschaftliche Veränderung auch negative Konsequenzen. Auf der Couch, vor dem Fernseher, in der Schule oder im Büro – wir sitzen und das stellt ein Gesundheitsrisiko dar. Denn der Bewegungsmangel begünstigt Zivilisationskrankheiten wie Fettleibigkeit, Diabetes, Bluthochdruck oder Depressionen. Die stetige Verdichtung der Städte nimmt Anwohnern zusätzlich die Möglichkeit zur Bewegung. Sportplätze und Parks sind zwar vorhanden, aber leider nicht immer gut erreichbar. Deshalb sollte der Fokus von nachhaltiger Stadtplanung und –entwicklung nicht nur auf Industrie und Co. liegen, sondern vor allem auf uns Menschen. Die Frage ist, wie „Stadt“ zu einem Ort der Bewegung und Begegnung für alle Generationen wird. Wie können Arbeits- und Schulwege oder Fußgängerzonen zu einem gesünderen Alltag beitragen? Stadtentwicklung muss in diesem Sinne einfach überdacht werden. Mit einem mutigen und kreativen Ansatz, kann nachhaltige Stadtplanung gelingen und ein bewegteres Stadtbild entstehen.

Bewegungsfreundliche Stadt für alle Generationen

  • Kinder wollen vor allem eins: Spielen. Dabei ist es ihnen egal, wo. Es bietet sich also an, Spielplätze nicht nur als abgeschlossenen Bereich zu betrachten, sondern zu überlegen, wie Spielmöglichkeiten sonst noch in urbane Räume integriert werden können. Altersgerechte, und fantasievolle Spielgeräte sind dabei wichtig. Diese sollten Kindern nicht nur Chancen geben sich auszuprobieren sondern auch Herausforderungen und Spaß bieten. Ebenso sind Möglichkeiten zum kreativ werden wesentlich, wie das Spiel mit Wasser, Erde oder Sand.
  • Jugendliche haben ihre ganz eigene Vorstellung von Bewegung. Für sie ist Sport Ausdruck eines Lebensstils. Sei es Skaten, Parkour oder Slacklinen – sie verwandeln ihre Umwelt in Bewegungsräume, ganz egal, ob es erlaubt ist oder nicht. Deshalb bietet sich für junge Erwachsene eher die Schaffung von Freiräumen an, die sie nach ihren Bedürfnissen nutzen können. Ein weiterer Bestandteil einer nachhaltigen Stadtplanung.

Nachhaltige Stadtplanung ist für jede Altersgruppe wichtig!

  • Für Erwachsene geht es hauptsächlich um die Steigerung von Lebensqualität. Sie wünschen sich Freiräume für die ganze Familie, die nicht schon heruntergekommen und zugemüllt sind. Sport und Bewegung sollte flexibel ausübbar sein, wie z. B. Joggen und Nordic Walken im Park oder spontane Fahrradtouren. Sportvereine, mit fixen, wöchentlichen Kursterminen verlieren dabei immer mehr an Bedeutung, da die Termine in der heutigen Zeit kaum mehr einzuhalten sind. Wenn der Arbeitsweg attraktiv und nicht zu lang ist, und das Konzept „nachhaltige Stadtplanung“ stimmt, greifen Erwachsene auch gerne mal zum Rad – vor allem jetzt, wo eine „grüne Umwelt“ immer bewusster gelebt wird.
  • Bei Senioren geht es in erster Linie darum, sie überhaupt erst einmal aus den Häusern zu locken. Ein attraktives Umfeld und eine nachhaltige Stadtplanung bewegt auch die ältere Generation, z. B. zum lockeren Spazierengehen. Gleichzeitig muss es aber auch Sitzgelegenheiten geben, die leicht zugänglich und ergonomisch sind. Kraft und Ausdauer sind im Alter einfach nicht mehr so gut und verlangen nach Ruheplätzen. In erster Linie brauchen Senioren Räume für Begegnungen, um der Vereinsamung vorzubeugen.

Hüpfend und ruhend – altersübergreifende nachhaltige Stadtplanung

Egal wie alt – für die Integration von mehr Bewegung in den Alltag ist es nie zu spät. Deshalb ist nachhaltige Stadtplanung so wichtig. Es gilt Bewegung mit Spaß zu verknüpfen – das kann ein Labyrinth im Park sein, kleine Trampoline, die beim Stadtbummel mal eben zum Hüpfen einladen oder Fahrradständer, die auch als Kletterelement nutzbar sind. Auch Erholungspunkte, die zum Verweilen und zum Austausch einladen, gehören unbedingt dazu. Was früher Vereine schafften, kann ein urbaner Raum der Bewegung und Begegnung genauso leisten. Er macht aus unbekannten Nachbarn, Bekannte, vielleicht sogar Freunde und initiiert ebenso eine Art von Vereinsgefühl. Heruntergekommene Parkplätze, Schulhöfe, Orte, die nicht mehr gebraucht werden und brachliegen, eignen sich hervorragend zur Umgestaltung in Spiel- und Bewegungsflächen, die motivieren.

Nachhaltige Stadtplanung – um die Ecke gedacht

Entwickler und Architekten dürfen bei der nachhaltigen Stadtplanung ruhig mal um die Ecke denken: Warum z. B. nicht Flachdächer in die Planung integrieren? Sie bieten Platz sowie eine grandiose Aussicht und sind meistens leer. Gerade in Städten mit wenig Freiräumen muss man ein bisschen kreativer werden. Auch bei der Anlagenplanung gilt: Vielseitig ist besser! Ein Bolzplatz allein reicht nicht mehr. Für ein umfassendes Bewegungsangebot braucht es auch Kraft- und Ausdauerelemente sowie vielfältige Spielmöglichkeiten. Für eine höhere Lebensqualität benötigen Städte Orte, an welchen man sich treffen, bewegen und Spaß haben kann, ohne dafür bezahlen zu müssen. Empfehlenswert ist die Nachbarschaft und Nutzergruppen in die Planung mit einzubeziehen. Der Vorteil daran: Die Betroffenen entwickeln ein Verantwortungsbewusstsein für die neuen Bewegungsräume und eine Nutzung dieser ist garantiert. Mit einer nachhaltigen Stadtplanung profitiert dazu die Stadt selbst, denn attraktive urbane Räume ziehen auch Besucher von außerhalb an.

Attraktive Spielanlagen, höchste Qualität und beste Sicherheit – die Basis für nachhaltige Planung in Sachen Kinderspiel!

Die Planung von Lebensräumen, die Spiel und Bewegung ermöglicht, ist auch im Bereich der Schulen ein großes Thema. Wichtig ist hier vor allem eine optimale Planung der Schulhöfe, mit passenden Spielgeräten und durchdachten Konzepten. Denn dass Bewegung Bildung fördert, wurde durch viele Experten bestätigt.

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